Stellungnahme von Kindergrün zum Lärmaktionsplan

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, zum Lärmaktionsplan der Stadt Leipzig nehmen wir wie folgt Stellung:

Allgemeines:

Mit dem Entwurf fokussiert die Stadt Leipzig den KfZ-Verkehr als größte Lärmquelle und erkennt in ihm die höchsten Potentiale für Lärmminderung. Der Maßnahmenplan ist aus unserer Sicht allerdings sehr einseitig angelegt. Obwohl neben Austausch des Straßenbelages auch die Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit auf 30km/h diskutiert wird, werden dazu keine weiteren Maßnahmen benannt. Lediglich wird darauf verwiesen, dass Tempo 30 nicht an Straßen des überörtlichen Verkehres angeordnet werden dürfe, gleichwohl ausnahmslos alle lärmintensiven Straßen solche überörtlichen Verkehres sind. Darüber hinaus wird angenommen, dass bei der Prüfung der straßenräumlichen Eignung auf Tempo 30 gerade die bislang schnell befahrenen Straßen schon auf Grund ihrer Breite wenig geeignet für Tempo 30 seien. Maßnahmen zur Verschmälerung der Fahrbahnbreite, beispielsweise im Zusammenhang mit vorgesehenen Maßnahmen der Straßenbelagserneuerung, werden nicht vorgeschlagen.

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Regionalbehörden wollen mit Tag Blau ihre Haut retten – Augenzeuge zu den Protesten im Auwald

von Dr. Leonhard Kasek, Mittwoch, 13. Juli 2011

Ich habe an den Protesten im Floßgraben teilgenommen. Eine Blockade war nicht geplant. Ursprünglich wollte Karl Heyde vom NABU eine Bootsexkursion durchführen, um zu erklären, welche Naturschätze es am Floßgraben gibt und was getan werden muss, diese zu erhalten. Da sollte natürlich auch einiges zu den Auswirkungen der Leipzig-Boote gesagt werden.

Treff war am Leipzig-Eck am Schleusiger Weg. Kurz vorher war aber eine Warnung vor rasch steigendem Wasser in der Pleiße ergangen. Wäre dort 14 Uhr mit der Exkursion begonnen worden, wäre die Bootsflotille kurz nach 16 Uhr als die Motorboote in den Floßgraben einfuhren in Markkleeberg gewesen. Da aber den Organisatoren das Risiko zu groß war, dass es bei der zu erwartenden scharfen Strömung auf der Pleiße bei den zum Teil unerfahrenen Paddlern zu Unfällen kommen könnte, wurde kurzfristig der Start an die Brückenstraße verlegt und die Boote mit Autoanhängern dorthin transportiert. Auf diese Weise kam die gesamte Exkursion erst ganz kurz vor dem ersten Motorboot an der Mündung des Floßgrabens in die Pleiße an und wartete dort, um die Motorboote vorbei zu lassen und denen im Vorüberfahren Plakate vorzuhalten und Proteste gegen Motorbootfahrten zum jetzigen Zeitpunkt zuzurufen.

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