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unkommentierte PM des Leipziger Opernhauses zur morgen stattfindenden Nazidemo

„Wir sind eine Welt. Hier arbeiten Künstler aus 37 Nationen“
Banner am Portal des Opernhauses gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit

Unter dem Motto „Wir sind eine Welt. Hier arbeiten Künstler aus 37 Nationen“ zeigt die Oper Leipzig ab heute am Portal Flagge und wendet sich im Zuge des geplanten Aufmarschs der Neonazis am Samstag gegen Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt. Denn an der Oper Leipzig arbeiten täglich Künstler aus aller Welt, die trotz oder gerade wegen ihrer verschiedenen Sprachen, Mentalitäten, Kulturen und Religionen Großartiges auf und hinter der Bühne miteinander leisten. Es ist gerade der ständige Austausch über unterschiedliche und gemeinsame Erfahrungen, Ansichten und Gefühle, der zu einem selbstständigen Denken, zur friedlichen Auseinandersetzung über die existentiellen Fragen unseres Zusammenlebens und damit auch zum künstlerischen Diskurs auf der Bühne führt. Die Oper mit ihrer Vielfalt ist deshalb ein nicht weg zu denkender Ort der täglichen Einübung von menschenwürdigem Leben.

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Unkommentierte Pressemitteilung zum geplanten Polizeieinsatz am 17.10. in Leipzig

Anti-Nazi-Demo in Leipzig - GRÜNE: Martialische Aussagen der Polizei nicht hilfreich

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Jennerjahn: Gegendemonstration wird nur erfolgreich, wenn sich viele Bürger beteiligen

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Dresden/Leipzig. In der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag werden die zum Teil martialischen Aussagen des Leipziger Polizeipräsidenten Horst Wawrzynski im Vorfeld der morgigen Anti-Nazi-Demo bedauert.

"Die Gegendemonstration wird nur erfolgreich, wenn sich viele Bürgerinnen und Bürger daran beteiligen", so Miro Jennerjahn, demokratiepolitischer Sprecher der Fraktion. "Es muss darum gehen, die Bürgerschaft zu mobilisieren. Die Aussagen des Polizeipräsidenten <<mit aller Konsequenz und aller gebotenen Härte>> gegen Störungen vorzugehen, sind da wenig hilfreich."

"Ich erwarte von der Polizei, dass sie mit gebotener Klugheit und Angemessenheit die friedlichen Proteste gegen Nazis begleitet", fordert Jennerjahn, der sich daran beteiligen wird. "Und das auch, wenn es zu Aktionen des zivilen Ungehorsams kommt. Demonstrationen stören immer, sonst wären sie keine."

"Dass die Polizei gegen Gewalt vorgeht, ist eine pure Selbstverständlichkeit."

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Aufruf des Leipziger OB und des Stadtrates zur Anti-Nazi Demo am 17.10.

Aufruf des Oberbürgermeisters und der Fraktionsvorsitzenden zu der Demonstration der „Nationalen Sozialisten“ am 17.10.2009 in Leipzig

„Nationale Sozialisten“ haben für den kommenden Samstag in Leipzig eine Demonstration unter dem Motto „Recht auf Zukunft“ angemeldet. Der Aufruf zu dieser Veranstaltung ist gekennzeichnet von Hass und Intoleranz gegenüber allem, was vermeintlich nicht deutsch ist. Stellvertretend hierfür sei auf die Forderung der „Nationalen Sozialisten“ in dem Aufruf verwiesen: „Recht ist was dem deutschen Volke nützt“. Die in diesem Gedanken zum Ausdruck kommende nationalsozialistische Ideologie verachtet alles, was u.a. auch die Leipziger Bürger am 9.Oktober 1989 mit der friedlichen Revolution erkämpft haben: Demokratie mit dem Recht auf Menschenwürde, freie Meinungsäußerung und freie Wahlen.

Der Oberbürgermeister und die Vorsitzenden der Fraktionen des Leipziger Stadtrates rufen die Bürger von Leipzig auf, der Demonstration der nationalistischen Brunnenvergifter gewaltfrei und besonnen entgegen zu treten.

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