Dresden – das bedeutete in diesem Jahr tatsächlich nicht, die rechte Faschist_innen zu blockieren, denn vielmehr einen vollkommen friedlichen Protestzug. Dieser begehrte auf gegen die Kriminalisierung durch die sächsischen Behörden, der die Demonstant_innen in den Jahren zuvor wiederholt ausgesetzt waren und statuierte eine bunte vielfältige Gesellschaft.
Schon während sich der Zug in Bunt und Schwarz in Bewegung setzte, war abzusehen, keine Blockade bedeutete nicht geringe Teilnahme. Mit über 10’000 waren sogar nochmals mehr Menschen am 18. Februar in Dresden als 2010 und 2011. Und das auch obwohl sich bereits 5 Tage zuvor am 13., dem Tag der Bombardierungen Dresdens, der immer wieder Anlass für die Nazis ist, geschichtsrevisionistische Parolen zu schmettern und ihrem Opfermythos zu frönen, mehrere tausend Menschen dem braunen Fackelmarsch entgegenstellen.
Wir möchten es nicht versäumen, den anwesenden Mitgliedern unseres Kreisverbandes genauso wie den zahlreichen Menschen im Protestzug, so wie im Besonderen dem Bündnis Dresden-Nazifrei zu danken.
Ob Behörden und Polizei in diesem Jahr einen Grundkurs in demokratischem Protest erhalten haben oder ob auch im Nachgang an 2012 „sächsische Verhältnisse“ angeprangert werden, wird sich zeigen müssen. Als Grüne werden wird darauf weiterhin ein Auge haben und die Rechte der friedlichen Protestant_innen in den Vordergrund stellen, damit weiterhin Bürgerinnen und Bürger unbeschwert und zahlreich demonstrieren, um ihren Unmut gegen braune Ideen laut und farbenfroh zu vertreten.
Autor: Linda Dertinger
