Regionalbehörden wollen mit Tag Blau ihre Haut retten - Augenzeuge zu den Protesten im Auwald
Ich habe an den Protesten im Floßgraben teilgenommen. Eine Blockade war nicht geplant. Ursprünglich wollte Karl Heyde vom NABU eine Bootsexkursion durchführen, um zu erklären, welche Naturschätze es am Floßgraben gibt und was getan werden muss, diese zu erhalten. Da sollte natürlich auch einiges zu den Auswirkungen der Leipzig-Boote gesagt werden.
Treff war am Leipzig-Eck am Schleusiger Weg. Kurz vorher war aber eine Warnung vor rasch steigendem Wasser in der Pleiße ergangen. Wäre dort 14 Uhr mit der Exkursion begonnen worden, wäre die Bootsflotille kurz nach 16 Uhr als die Motorboote in den Floßgraben einfuhren in Markkleeberg gewesen. Da aber den Organisatoren das Risiko zu groß war, dass es bei der zu erwartenden scharfen Strömung auf der Pleiße bei den zum Teil unerfahrenen Paddlern zu Unfällen kommen könnte, wurde kurzfristig der Start an die Brückenstraße verlegt und die Boote mit Autoanhängern dorthin transportiert. Auf diese Weise kam die gesamte Exkursion erst ganz kurz vor dem ersten Motorboot an der Mündung des Floßgrabens in die Pleiße an und wartete dort, um die Motorboote vorbei zu lassen und denen im Vorüberfahren Plakate vorzuhalten und Proteste gegen Motorbootfahrten zum jetzigen Zeitpunkt zuzurufen.

