IG Kutur West - Rede zur Global Space Odyssee 2010
Die Rede von Sven Deichfuß, Sprecher IG Kutur West Leipzig, anläßlich der Kundgebung der Global Space Odyssee 2010 auf dem Lindenauer Markt, am 31.07.2010.
Es gilt das gesprochene Wort.Wie schon kurz erwähnt, ich bin Sven, einer der SprecherInnen der Interessengemeinschaft Kultur West. Zu aller erst: Wir haben uns sehr über die Einladung hier zu sprechen gefreut, weil unsere Gründung eng mit der GSO verbunden ist. Die Diskussionen über die After-Show-Party der Demonstration im letzten Jahr hat einiges an Staub aufgewirbelt, denn angefragte Locations des Leipziger Westens hatten wie zufällig die Ämter im Haus, Konzessionen und Genehmigungen wurden entzogen und letztlich die Party in den Süden verlegt. Im Anschluss daran hat das GSO Team zu einem Treffen eingeladen, um die Akteure im Leipziger Westen zu bündeln und dagegen vorzugehen. Letztlich hat sich aus dieser Initiative im Oktober 2009 die IG Kultur West gegründet, die sich seit knapp einem Jahr für die Kulturschaffenden des Leipziger Westens einsetzt. In diesem Jahr haben wir zahlreiche Kontakte zu den Ämtern hergestellt, bei Problemen und Konflikten moderiert und Veranstaltungen zur Kommunikation und Kooperation der Kulturschaffenden untereinander als auch mit den Ämtern organisiert. Das heißt: Wir haben versucht die IG KW als Schnittstelle zu etablieren. Was wir allerdings nur bedingt leisten können ist großen öffentlichen Druck aufzubauen. Und das ist der zweite Grund unserer Freude über die Einladung und enge Zusammenarbeit mit der GSO - denn was diese kulturpolitische Demonstration jährlich leistet ist unbezahlbar. Dabei geht es nicht nur um mediale Aufmerksamkeit, sondern vor allem um die Sensibilisierung der Stadt mit all ihren Menschen und Organisationen, dass es ein breite heterogene Masse an jungen, kreativen Menschen gibt, die ihre Unzufriedenheit mit der aktuellen Behandlung von Kultur und Projekten zum Ausdruck bringen!
Und genau das wird immer wichtiger. Denn die Probleme nehmen zu, werden vielfältiger, werden komplexer und betreffen immer mehr Menschen, die mitunter gar nicht wissen was mit ihnen und ihrer Stadt passiert.

