Grünes Blog Leipzig

Containerschule Mitte ist eine "optische Zumutung"

Drei bis fünf Jahre Interim betrifft mindestens eine ganze Grundschulgeneration

In der Eitingonstraße wähnt man sich seit kurzem vor einem gigantischen Baucontainer, es ist aber die neue Grundschule Mitte. Und an diesem äußeren Zustand des Interimgebäudes wird sich, nach Auskunft des Schulverwaltungsamts, auch nichts mehr ändern. „Unserer Fraktion wurde beim Beschluss über die Containerlösung ein anderes Bild vermittelt. Es gibt ja auch verkleidete und gestaltete Container-Fassaden. Gemietete Containerbauten werden aber nicht in bunt gestellt, wie sich jetzt herausstellt.“ stellt Stadträtin Katharina Krefft fest. Diese Standardcontainer haben zudem sehr kleine Fenster und in einer für Kinder untauglichen Höhe. Zudem erscheinen die Außentüren als gefährlich eng und ungeeignet um pausenfrohe Kinder durchzulassen. Wir fragen uns, ob diese Fragen ausreichend bedacht worden sind. Bis zum Schulanfang für ca. 60 neue Grundschulkinder in dieser Schule wird mit Hochdruck nun noch das Außengelände ausgestaltet. Heute war noch Wüstenei. Der Rollrasen soll noch anwachsen und verschiedene Spielgeräte werden noch aufgestellt. Auch wenn das Amt das Ergebnis in der zeitlichen Umsetzung als Wunder bezeichnet, so ist es doch eigentlich Verwaltungsversagen bestehenden gewesen, Grundschulen im beizeiten Schulbezirk der Überlastung der entgegenzutreten und Lösungen zu bringen.
Lehrerschaft und Kinder der neuen Grundschule Mitte werden den Container mit Leben füllen und sicherlich mit viel Phantasie ihrer Schule einen sympathischen Anstrich zu geben wissen. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen versteht es allerdings als das mindeste Entgegenkommen, dass das Schulverwaltungsamt der Grundschule noch Finanzen bereitstellt, damit etwas Variables außen schmückend angebracht werden kann (z. B. große Sonnensegel zur Straße hin (keine Wimpel!) oder 28.07.2010  Holzelemente). Katharina Krefft weiter: „Bedeutender als das Gebäude ist sicherlich auch viel mehr das, was in der Grundschule Mitte pädagogisch erlebbar und vermittelt wird. Es ist allen Kindern und ihren Familien dazu zu wünschen, dass sie sich mit dem unschönen Zustand nicht nur anfreunden, sondern auch Initiative ergreifen und Änderungen fordern und durchsetzen, so es noch geht. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wird diesen Prozess gerne begleiten.“ Bezüglich der Grundschule Mitte wird die Fraktion in der August-Sitzung des Stadtrats ihre Probleme und Fragen zum Gegenstand einer Anfrage machen.

Katharina Krefft
(schulpolitische Sprecherin der grünen Stadtratsfraktion)

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Die Grünen wollen die Mitte - von Renate Künast

Gastbeitrag von Renate Künast auf fr-online.de (Frankfurter Rundschau) (Link)

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Die Autorin
Renate Künast ist Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen. Von 2001 bis 2005 war die heute 53-Jährige Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.

Die Strategie
ist: Ohne deutliche grüne Inhalte soll es keine Koalitionen geben. Die Inhalte sind zentral, nicht die Bündniskonstellationen, in denen sie umgesetzt werden. In den Ländern verändern sich die Konstellationen bereits.

Die Grünen
hatten ihren Parteitag in Rostock an diesem Wochenende ursprünglich zur möglichen Verabschiedung eines Koalitionsvertrags geplant. Nun treffen sich die 800 Delegierten zum grünen "Start in die Opposition".

Zentral
wird jedoch die Debatte über künftige Koalitionsoptionen sein, über die die Grünen nach der angepeilten Jamaika-Koalition im Saarland heftig streiten. Vor allem junge grüne Realos aus den Ländern fordern, ihre Partei solle sich aus altem Lagerdenken befreien und für Bündnisse auch mit CDU und FDP öffnen.

Damit bieten sie einem

Antrag der grünen Parteispitze Paroli, der von den Fraktionschefs Künast und Trittin unterstützt wird. Diese warnen vor verfrühten Koalitionsdebatten und verorten die Grünen eher als linke Partei mit Nähe zu SPD und Linkspartei.
vgo/sru

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