„Freiheit versus Sicherheit?“ – Schränkt das Bedürfnis nach innerer Sicherheit die individuelle Freiheit ein?

Podiumsdiskussion aus philosophischer, politikwissenschaftlicher und realpolitischer Perspektive

Freitag, 18.11.2011, 18 Uhr

Hörsaal 1, Hörsaalgebäude der Universität Leipzig

Mit: Prof. Dr. Thomas Kater (Philosophie), Prof. Dr. Frank Liedtke (Sprachwissenschaft), Dr. Daniel Schmidt (Politikwissenschaft), Wolfgang Wieland (Sprecher für innere Sicherheit der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Eintritt frei

Vor allem nach den Anschlägen des 11. September 2001 wurden zum Schutz vor Terroranschlägen Sicherheitsmaßnahmen weltweit drastisch verstärkt. Diese Maßnahmen der Terrorbekämpfung, die unter anderem Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationsdaten, die Speicherung von Fingerabdrücken und Kameraüberwachungen an öffentlichen Orten mit einschließen, sollen den Mitgliedern der westlichen Gesellschaften ein subjektives Sicherheitsempfinden wiedergeben und in einer scheinbaren „Sicherheit“ wiegen. Dabei wird davon ausgegangen, dass nahezu jeder Bürger verunsichert wäre und in Angst lebe.

Zweifellos ist Sicherheit eine Voraussetzung für ein freiheitlich demokratisches Leben. Andererseits kann ein überbordendes Maß Sicherheit die individuellen, bürgerlichen Freiheiten massiv einschränken und somit wiederum zu einem Verlust von Sicherheitsempfinden führen. Denn ´Sicherheit´ meint ebenso die Freiheit vor Überwachung, die Gewissheit, sich frei und unabhängig bewegen zu können.

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