Gedanken zur Arbeitsmarktpolitik

Autor: Dr. Leonhard Kasek, freier Soziologe

Bilanz von Hartz

Die Hartz-Reformen sollten den bürokratischen Aufwand bei der Betreuung von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern verringern, die Kosten dämpfen und den Beziehern Anreize geben, aber auch Druck ausüben, schneller wieder in Arbeit zu kommen. Tatsächlich ist der bürokratische Aufwand gestiegen, unter anderem wegen der vielen unscharfen Formulierungen in den Gesetzen, die zu einer nicht enden wollenden Prozesslawine geführt haben. Die vielen Kontrollvorschriften führen zu einer chronischen Überforderung des Personals. Offenkundiger Unsinn ist die mehrfache Prüfung der Finanzsituation durch Finanzämter, bei Bezug des Kindergeldes und durch die Arbeitsagentur. Es würde viel Einsparung bringen, wenn das vereinheitlicht wird und allein die Finanzämter die Einkommens- und Vermögenssituation erfassen und gegebenenfalls überprüfen. Es reicht dann, den Steuerbescheid vorzulegen. Das scheitert an den verschiedenen Zuständigkeiten, jede Behörde pocht auf ihre Rechte, also wird vieles mehrfach gemacht und unnötig verkompliziert. Deutsche Bürokratie in Reinkultur. Das ist durch die Hartz-Reformen weiter verschärft worden.

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Den Arbeitslosen helfen, ihr Selbstvertrauen zu stärken, statt sie durch wuchernde Bürokratie zu entwürdigen

Ein Beitrag von Dr. Leonhard Kasek, Arbeitsmarksoziolge

Die Hartz-Reformen sollten den bürokratischen Aufwand bei der Betreuung von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern verringern, die Kosten dämpfen und den Beziehern Anreize geben, aber auch Druck ausüben, schneller wieder in Arbeit zu kommen. Tatsächlich ist der bürokratische Aufwand gestiegen, unter anderem wegen der vielen unscharfen Formulierungen in den Gesetzen, die zu einer nicht enden wollenden Prozesslawine geführt haben. Die vielen Kontrollvorschriften führen zu einer chronischen Überforderung des Personals. Offenkundiger Unsinn ist die mehrfache Prüfung der Finanzsituation durch Finanzämter, bei Bezug des Kindergeldes und durch die Arbeitsagentur. Es würde viel Einsparung bringen, wenn das vereinheitlicht wird und allein die Finanzämter die Einkommens- und Vermögenssituation erfassen und gegebenenfalls überprüfen. Es reicht dann, den Steuerbescheid vorzulegen. Das scheitert an den verschiedenen Zuständigkeiten, jede Behörde pocht auf ihre Rechte, also wird vieles mehrfach gemacht und unnötig verkompliziert. Deutsche Bürokratie in Reinkultur. Das ist durch die Hartz-Reformen weiter verschärft worden.

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Treffen der AG Soziales am 19.11.09

Das erste Treffen der AG Soziales  nach dem langen Wahlkampfsommer findet außerplanmäßig, am Donnerstag, den 19. November um 19.30 Uhr, in der Geschäftsstelle von Bündnis 90 / Die Grünen Leipzig (Hohe Straße 58), statt.

Die Wahlen sind vorbei, die parlamentarische Arbeit ist auf allen Ebenen aufgenommen und die schwarz-gelben Koalitionsverträge von Bund und Land unterschrieben. Es gibt eine Menge Themen und viel Arbeit für die AG Soziales! Wir wollen uns deshalb zur kommenden Sitzung den sächsischen Koalitionsvertrag vornehmen und für die Bereiche Soziales, Bildung, Arbeitsmarkt, Gesundheit diskutieren, welche Themen insbesondere mit Auswirkungen auf die Kommunen (sprich Leipzig) besonders diskussionswürdig sind.

Weitere Themenvorschläge, Ideen und Aktionen sind wie immer willkommen (gern auch im Vorfeld über die Emailliste). 

Für alle, die daran interessiert sind, schicke ich im Anhang den Koalitionsvertrag mit. Unter dem Link [
http://www.gruene-fraktion-sachsen.de/themen/cdu-fdp-koalitionsvertrag-kritik.html
] findet ihr die Bewertung unserer Bündnisgrünen Landtagsfraktion zu einzelnen Punkten des Vertrages.

Wir freuen uns auf euer Kommen